"Die fundamentalistische
Religion ist ganz wild darauf, die naturwissen-
schaftliche Ausbildung
vieler tausend argloser, wohlmeinender, eifriger junger Köpfe
zu ruinieren. " (Richard
Dawkins)
"Kurz, je weniger
Aberglaube, desto weniger Fanatismus, und je weniger Fanatismus, desto
weniger Unheil." (Voltaire - Autor, 1694-1778)
3.1. Die einstige
Macht der Kirche
Der christliche Glaube ist
der Glaube an Gott, der sich als Jesus auf Erden inkarnierte und seiner
Lehre.
Dieser Glaube
führte zur mächtigsten Kirchenbildung (katholische
Kirche) in ganz Europa, wenn nicht der ganzen Welt.
Und diese Kirche wurde zum
größten
Verführer des Glaubens im Mittelalter.
Der
Rang des Papstes stand zu weilen höher als der vieler
europäischer
Könige, und die Macht der Päpste war von
äußerster weltlicher Manier
mit Liebschaften
zu Frauen, usw.
Die Art der Kirche Macht zu gewinnen warenGlaubensdogmen,
wie:
•
Ablassbriefe
•
Hexenverbrennung und andere inquisitorische
Methoden
•
Fegefeuer und Hölle bei etlichen Vergehen und nur ein
"Geistlicher" der Kirche
war
der Sündenvergebung befähigt.
Nach
dem Motto: Angst einjagen
Nichts
war ferner von der Lehre Jesu als das, was in seinem Namen geschah. Es
war das Dunkle Zeitalter (Mittelalter), im indischen heißt es
Kali Yuga.
Die Prinzipien der
katholischen Kirche sind beispielhaft und finden sich auch in vielen
anderen religiösen Gruppierungen.
Heute
laufen diejenigen, die angefangen haben selbst zu denken der Kirche
davon. (Zum Glück kommt ein helleres Zeitalter), und auch wenn
Marx
ansatzweise Recht hatte: "Glaube
ist Opium fürs Volk", so werden doch
nicht Alle, die die kirchliche Obhut verlassen und ablehnen gleich
Atheisten.
Der
Glaube den die Kirche bietet, ist einfach unhaltbar bei
näherer
Betrachtung und so auch die Gottesvorstellung, doch nicht Gottlosigkeit
ist die Alternative.
Auf eine
humoreske und doch der Wahrheit sehr nahe liegende Weise zeigt der
Film: Chocolat
diese Problematik zwischen Glaube und Leben, zwischen kirchlichen
Geboten = Gesetzen und Freiheit anders Denkender im Jahr 1959. Am
Schluss siegt die Liebe (sie kommt wohl dem lebendigem Glauben am
nächsten. ("Sehr zu empfehlen",
Henry)
(amazonlink→)Chocolat
3.2.
Die Kritik am Glauben von heute
• seelische Diskriminierung durch den
Glauben
• Vatikanstaat ist unantastbar
für ein Gericht, weil er ein eigener Staat ist
• Todesstrafe wegen
Gotteslästerung (z. B. Pakistan 2001)
• Selbstmordattentate im Namen Gottes
• Unterdrückung der Frauen im
Islam und der katholischen Priesterinnen
• AID's ist Strafe Gottes, wegen
Homosexualität (Aberglaube!)
• Gewalt und Krieg im Namen Gottes
("heiliger Krieg")
• traditionelle Beschneidungen, auch von
Frauen
• amerikan. Aussenpolitik
unterstützt Israel, weil Juden das "auserwählte Volk
Gottes" sind und viele Juden in Amerika leben
und so weiter und so fort, und...das alles im 21.
Jahrhundert!
3.2. Glauben
heißt nicht wissen
Ein
Apfelbaum muss geschnitten werden, damit er gute Früchte
trägt. Papst
Benedikt hat eigentlich den richtigen Ansatz, dass sich die Kirche auf
die Grundsätze (der Lehre Jesu) besinnen muss.
Auch kann das Buch: "Der Gotteswahn" von R.
Dawkins
zurechtstutzen, weil er den Aberglauben vom Glauben trennt. Leider ist
es radikal und blind für wirkliche Spiritualität (so
mag Erleuchtung z.
B. eine subjektive Erfahrung sein, doch ist sie keine Spinnerei im Kopf
oder der Psyche).
"Das Elend des menschlichen Lebens
rührt nicht von einer göttlichen Strafe oder einer
Ursünde, sondern von der "Unwissenheit" her.(Mircea
Eliade, Zeitgenosse)
"Ohne den Glauben
führt die Wissenschaft zum Zweifel,
ohne die
Wissenschaft wird der Glaube zum Aberglauben".(Eliphas Levi)
Und mehr noch ist
Glaube nur eine Anschauung,
ohne jegliche Erfahrung.
►"Der
Mensch kennt seine wahre Freiheit nicht. Seine Dogmen sind unbeweglich
und ihm von außen aufgezwungen; seine religiösen
Glaubenssätze sind
über die Jahrhunderte erstarrt. Seine Religionen kommen nicht
mehr von
innen. Sie gehören einer äußeren Welt an."
(Kal Niranjan aus P.Twitchells: Der Zahn des Tigers)
Deshalb
ist es wichtig Religiosität
im wahrsten Sinne als Rückbindung an den Ursprung
zu verstehen. Und wissenschaft steht nicht im Gegensatz zu Gott. Denn
der Urknall ist der Anfang der Schöpfung, die sich das
Leben/ursprüngliches Sein (Gott) vorher erträumt
hat.
3.3.
Weise handeln
jenseits des Glaubens
"Die Verantwortung jedes einzelnen für die ganze
Menschheit betrachte ich als
die universelle Religion" (Dalai Lama)
Gelebte Religion
ist ein Leben in und für die Liebe.
Gelebte Religion ist ein Leben in und für die Freiheit.
denn das sind die höchsten Attribute des Universums." (H. Sterzik)
°
Liebe (Zusammenhalt und
Antriebskraft) und Freiheit (Grenzenlosigkeit)
sind die geistigen Grundeigenschaften des Universums.
Der Mensch vereint beides in sich und darin kommt
sein wahres Potential zum Ausdruck.
Dabei
spielt es keine Rolle ob Rituale eingehalten werden, der
sonntägliche
Kirchgang das Gewissen beruhigt, das Knien auf dem Gebetsteppich,
meditiert wird oder gar nichts der Gleichen. Denn nicht das was du tust
ist entscheidend, sondern das es in Liebe geschieht und im Respekt der
Freiheit des Anderen. Denn Respekt vor dem Anderen begünstigt
die
Vielfalt. Gleichmacherei hingegen kennen wir vom Stalinismus, Maoismus,
Nazis, Sekten usw. sind alle weltfremde und unfreundliche Systeme.
"Die
Urweisheit Gottes oder das eigentliche innerste Gottwesen ist in der
Liebe, gleich wie das Licht in der Wärme zu Hause ist,
ursprünglich aus
der Liebe mächtigen Wärme entsteht und entspringt und
endlich durch
sein Dasein abermals Liebe erzeugt, und diese Allzeit wieder Licht."
aus: Jakob Lorber:
Das große Evangelium1 (Licht = Weisheit, Anm. v.
Henry).
4.
Zusammenfassung
4.1. Machtmotivationen
Die Motivation der Macht ist immer
mit dem Wunsch nach persönlichem Vorteilverbunden, auf Kosten der
Gemeinschaft, auf Kosten des Gegenüber.
Und meistens spielt Geld eine Rolle.
Das alles ist auf einen Mangel an Liebe
zurückzuführen!!!
Und den
Verlust der Beziehung zur inneren Natur.
Liebe,
die man selbst nicht erhalten hat und nicht geben kann, Kompensation
mangelnder Selbstliebe, Einsamkeit durch Suche im Außen, die
die
Verbundenheit mit Allem nicht erkennt...
So
sagt Spinoza: "Neid
und Ehrgeiz und jede Art von gier sind passiones,
die Liebe dagegen ist ein actio, die
Betätigung eines menschlichen Vermögens, das nur in
Freiheit und nie unter Zwang möglich ist".
4.2. Hoffnung für
die Zukunft
Je
höher die Position, der Rang oder der Status, desto
größer der Einfluss.
Der Einfluss sollte
im Sinne der Verantwortung
(nicht Macht) sein, zum Wohle der Menschheit und allen Lebens,
zumindest zum Wohle der zu verantwortenden Gruppe ohne einer anderen zu
schaden.
"Was du
selbst nicht wünschst, das tue keinem
anderen an." (Konfuzius)