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Säulen der Macht























































































































Kirche

3. Glaube  (update: 22.8.09)

"Die fundamentalistische Religion ist ganz wild darauf, die naturwissen-

schaftliche Ausbildung vieler tausend argloser, wohlmeinender, eifriger junger Köpfe zu ruinieren. " (Richard Dawkins)

"Kurz, je weniger Aberglaube, desto weniger Fanatismus, und je weniger Fanatismus, desto weniger Unheil."  (Voltaire - Autor, 1694-1778)

3.1. Die einstige Macht der Kirche

Der christliche Glaube ist der Glaube an Gott, der sich als Jesus auf Erden inkarnierte und seiner Lehre.

Dieser Glaube führte zur mächtigsten Kirchenbildung (katholische Kirche) in ganz Europa, wenn nicht der ganzen Welt.

Und diese Kirche wurde zum größten Verführer des Glaubens im Mittelalter.

Der Rang des Papstes stand zu weilen höher als der vieler europäischer Könige, und die Macht der Päpste war von äußerster weltlicher Manier mit Liebschaften

zu Frauen, usw.

Die Art der Kirche Macht zu gewinnen waren Glaubensdogmen, wie:

•  Ablassbriefe

•  Hexenverbrennung und andere inquisitorische Methoden   

•  Fegefeuer und Hölle bei etlichen Vergehen und nur ein "Geistlicher" der Kirche

   war der Sündenvergebung befähigt.

Nach dem Motto: Angst einjagen

Nichts war ferner von der Lehre Jesu als das, was in seinem Namen geschah. Es war das Dunkle Zeitalter (Mittelalter), im indischen heißt es Kali Yuga.

Die Prinzipien der katholischen Kirche sind beispielhaft und finden sich auch in vielen anderen religiösen Gruppierungen.

Heute laufen diejenigen, die angefangen haben selbst zu denken der Kirche davon. (Zum Glück kommt ein helleres Zeitalter), und auch wenn Marx ansatzweise Recht hatte: "Glaube ist Opium fürs Volk", so werden doch nicht Alle, die die kirchliche Obhut verlassen und ablehnen gleich Atheisten.

Der Glaube den die Kirche bietet, ist einfach unhaltbar bei näherer Betrachtung und so auch die Gottesvorstellung, doch nicht Gottlosigkeit ist die Alternative.

Auf eine humoreske und doch der Wahrheit sehr nahe liegende Weise zeigt der Film: Chocolat diese Problematik zwischen Glaube und Leben, zwischen kirchlichen Geboten = Gesetzen und Freiheit anders Denkender im Jahr 1959. Am Schluss siegt die Liebe (sie kommt wohl dem lebendigem Glauben am nächsten. ("Sehr zu empfehlen", Henry)        (amazonlink→)    Chocolat


3.2. Die Kritik am Glauben von heute

• seelische Diskriminierung durch den Glauben

• Vatikanstaat ist unantastbar für ein Gericht, weil er ein eigener Staat ist

• Todesstrafe wegen Gotteslästerung (z. B. Pakistan 2001)

• Selbstmordattentate im Namen Gottes

• Unterdrückung der Frauen im Islam und der katholischen Priesterinnen

• AID's ist Strafe Gottes, wegen Homosexualität (Aberglaube!)

• Gewalt und Krieg im Namen Gottes ("heiliger Krieg")

• traditionelle Beschneidungen, auch von Frauen

• amerikan. Aussenpolitik unterstützt Israel, weil Juden das "auserwählte Volk Gottes" sind und viele Juden in Amerika leben

und so weiter und so fort, und...das alles im 21. Jahrhundert!

3.2. Glauben heißt nicht wissen

Ein Apfelbaum muss geschnitten werden, damit er gute Früchte trägt. Papst Benedikt hat eigentlich den richtigen Ansatz, dass sich die Kirche auf die Grundsätze (der Lehre Jesu) besinnen muss.

Auch kann das Buch: "Der Gotteswahn" von R. Dawkins zurechtstutzen, weil er den Aberglauben vom Glauben trennt. Leider ist es radikal und blind für wirkliche Spiritualität (so mag Erleuchtung z. B. eine subjektive Erfahrung sein, doch ist sie keine Spinnerei im Kopf oder der Psyche).

"Das Elend des menschlichen Lebens rührt nicht von einer göttlichen Strafe oder einer Ursünde, sondern von der "Unwissenheit" her.(Mircea Eliade, Zeitgenosse)

"Ohne den Glauben führt die Wissenschaft zum Zweifel,

ohne die Wissenschaft wird der Glaube zum Aberglauben". (Eliphas Levi)

Und mehr noch ist Glaube nur eine Anschauung, ohne jegliche Erfahrung.

"Der Mensch kennt seine wahre Freiheit nicht. Seine Dogmen sind unbeweglich und ihm von außen aufgezwungen; seine religiösen Glaubenssätze sind über die Jahrhunderte erstarrt. Seine Religionen kommen nicht mehr von innen. Sie gehören einer äußeren Welt an." (Kal Niranjan aus P.Twitchells: Der Zahn des Tigers)

Deshalb ist es wichtig Religiosität im wahrsten Sinne als Rückbindung an den Ursprung zu verstehen. Und wissenschaft steht nicht im Gegensatz zu Gott. Denn der Urknall ist der Anfang der Schöpfung, die sich das Leben/ursprüngliches Sein (Gott) vorher erträumt hat.

3.3. Weise handeln jenseits des Glaubens

"Die Verantwortung jedes einzelnen für die ganze Menschheit betrachte ich als
die universelle Religion
" (Dalai Lama)

Gelebte Religion ist ein Leben in und für die Liebe.
     Gelebte Religion ist ein Leben in und für die Freiheit.
     denn das sind die höchsten Attribute des Universums." (H. Sterzik)

°

Liebe (Zusammenhalt und Antriebskraft) und Freiheit (Grenzenlosigkeit) sind die geistigen Grundeigenschaften des Universums.

Der Mensch vereint beides in sich und darin kommt sein wahres Potential zum Ausdruck. 

Dabei spielt es keine Rolle ob Rituale eingehalten werden, der sonntägliche Kirchgang das Gewissen beruhigt, das Knien auf dem Gebetsteppich, meditiert wird oder gar nichts der Gleichen. Denn nicht das was du tust ist entscheidend, sondern das es in Liebe geschieht und im Respekt der Freiheit des Anderen. Denn Respekt vor dem Anderen begünstigt die Vielfalt. Gleichmacherei hingegen kennen wir vom Stalinismus, Maoismus, Nazis, Sekten usw. sind alle weltfremde und unfreundliche Systeme.

"Die Urweisheit Gottes oder das eigentliche innerste Gottwesen ist in der Liebe, gleich wie das Licht in der Wärme zu Hause ist, ursprünglich aus der Liebe mächtigen Wärme entsteht und entspringt und endlich durch sein Dasein abermals Liebe erzeugt, und diese Allzeit wieder Licht." aus: Jakob Lorber: Das große Evangelium1 (Licht = Weisheit, Anm. v. Henry).

 
4. Zusammenfassung

 4.1. Machtmotivationen

Die Motivation der Macht ist immer mit dem Wunsch nach persönlichem Vorteil verbunden, auf Kosten der Gemeinschaft, auf Kosten des Gegenüber. 

Und meistens spielt Geld eine Rolle.

 
Das alles ist auf einen Mangel an Liebe zurückzuführen!!!

Und den Verlust der Beziehung zur inneren Natur.

 Liebe, die man selbst nicht erhalten hat und nicht geben kann, Kompensation mangelnder Selbstliebe, Einsamkeit durch Suche im Außen, die die Verbundenheit mit Allem nicht erkennt...

 So sagt Spinoza: "Neid und Ehrgeiz und jede Art von gier sind passiones, die Liebe dagegen ist ein actio, die Betätigung eines menschlichen Vermögens, das nur in Freiheit und nie unter Zwang möglich ist".

4.2. Hoffnung für die Zukunft

 Je höher die Position, der Rang oder der Status, desto größer der Einfluss.

Der Einfluss sollte im Sinne der Verantwortung (nicht Macht) sein, zum Wohle der Menschheit und allen Lebens, zumindest zum Wohle der zu verantwortenden Gruppe ohne einer anderen zu schaden.

  "Was du selbst nicht wünschst, das tue keinem anderen an." (Konfuzius)

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