Definition von Gott
Richard
Dawkins unterscheidet 3 Typen von Gottgläubigen in seinem Buch:(amazonlink→)
Der
Gotteswahn
Der
Theist
"Ein
Theist glaubt an eine übernatürliche Intelligenz, die
das Universum
erschaffen hat und die immer noch gegenwärtig ist, um das
weitere
Schicksal ihrer ursprünglichen Schöpfung zu
beaufsichtigen und zu
beeinflussen. In vielen theistischen Glaubenssystemen ist
dieser Gott
eng in die Angelegenheiten der Menschen eingebunden. Er erhört
Gebete,
vergibt oder bestraft Sünden, greift durch das Vollbringen von
Wundern
in die Welt ein, zürnt über gute oder schlechte Taten
und weiß, wann
wir sie begehen (oder auch nur daran denken, sie zu begehen)".
Der Deist
"Ein
Deist glaubt ebenfalls an eine übernatürliche
Intelligenz, aber deren
Tätigkeit beschränkt sich darauf, die Gesetze
aufzustellen, denen das
Universum unterliegt. Der deistische Gott greift später nie
mehr ein
und interessiert sich sicher nicht gezielt für die
Angelegenheiten der
Menschen".
Der
Pantheist
"Pantheisten
schließlich glauben überhaupt nicht an einen
übernatürlichen Gott,
sondern benutzen das Wort "Gott" als Synonym für die Natur,
für das
Universum oder für die Gesetzmäßigkeiten,
nach denen es funktioniert".
Richard Dawkins trifft eine scharfe Unterscheidung zwischen den
verschiedenen Gottesvorstellungen, so
heißt es weiter:"Der
metaphorische oder pantheistische Gott der Physiker, ist Lichtjahre
entfernt von dem eingreifenden, wundertätigen, Gedanken
lesenden,
Sünden bestrafenden, Gebete erhörenden Gott der
Priester, Mullahs,
Rabbiner und der Umgangssprache".
"Wenn
das Wort "Gott" nicht völlig nutzlos werden soll,
sollte man es so
gebrauchen, wie die Menschen es im Allgemeinen verstanden haben: als
Bezeichnung für einen übernatürlichen
Schöpfer, "den anzubeten für uns
angemessen ist".
Charakter von Gott
Aber dieser persönliche Gott,
der allmächtig ist, bestraft oder Sünden vergibt,
bietet natürlich eine
riesengroße Angriffsfläche für
aufgeklärte Zeitgenossen, wie z. B.
George Carlin (Schauspieler und Autor): "Die
Religion hat Menschen überzeugt, dass im Himmel ein
unsichtbarer Mann
wohnt, der alles sieht, was man tut - jede Minute. Dieser Mann hat eine
Liste von 10 Dingen, die man nicht tun soll. Wenn man aber doch eines
dieser Dinge tut, dann hat er einen besonderen Ort mit Feuer und Rauch
und Flammen und Folter und Angst. Dorthin schickt er einen, damit man
immer dort lebt und leidet und brennt und erstickt und schreit und
weint, bis an das Ende der Zeiten...Aber er liebt Dich!"
Auch
wenn dies sarkastisch klingen mag, ist die Kritik berechtigt und das
haben wir den Erziehungsmethoden der Eltern, Lehrern und dem Machtwahn
der Kirchen zu verdanken (mehr zum
Thema: Glaube).
Wenn
es Gott gibt und er nicht pantheistischer oder deistischer Natur ist,
sondern sich tatsächlich bewußt einmischen kann in
das Weltgeschehen,
dann bleibt die Frage: Wie ist Gott wirklich?
Hierzu liefert eine andere Quelle (amazon-link→)
Gespräche
mit Gott Band 1: Ein ungewöhnlicher Dialog
eine Antwort von "Gott": "Ihr
habt die "Elternrolle" auf Gott projiziert und seit so zu einer
Vorstellung von einem Gott gelangt, der richtet und belohnt oder
bestraft, je nachdem, wie gut er das findet, was ihr da angestellt
habt. Aber das ist eine sehr vereinfachte Vorstellung von Gott, die
sich auf eure Mythologie gründet. Sie hat nichts mit dem zu
tun,
was-ich-bin".
Eltern
können lieb sein und doch wütend, sie können
das Kind lieben und doch
strafen. Die Motive hierfür sind Gewohnheiten, liebgewonnene
psychische
Strukturen und Moralcodex, der einem sagt was richtig oder falsch ist.
Und "Gott" sagt dazu: "Ich
habe nie ein >richtig< oder >falsch<,
ein >tu das<
oder >tu das nicht< festgelegt. Hätte ich das
getan, so wärt ihr
von mir eures größten Geschenks beraubt worden - der
Gelegenheit zu
tun, wie es euch gefällt, und die Ergebnisse davon zu erfahren".
Das größte Geschenk von dem "Gott" spricht ist die Wahlfreiheit,
sonst wären wir Menschen, wie alle anderen Geschöpfe,
viel strenger in
einem Reglement eingebettet und somit in der Fülle der
Erfahrungsmöglichkeiten eingeschränkt.
Die Konsequenz dieser Aussage ist, dass "Gott" kein Urteil
fällt,
wenn er uns die Wahlfreiheit lässt. Wir müssen
lediglich die Konsequenzen unserer Handlung innerhalb eines
Systems tragen . (Die Inder nennen dies Karma).
Ein Beispiel:
Das
System auf Erden ist jedem einigermaßen verständlich,
denn wenn ein
Kind auf die heiße Herdplatte fasst (was falsch für
einen Erwachsenen
ist), kann das kein Vergehen sein, weil es gar nicht wußte,
was
passiert. Aber es wird sich in Zukunft davor hüten, weil
schmerzliche
Erfahrung nicht besonders schön ist.
Andererseits:
Wir
können natürlich nicht einen Mörder frei
herum laufen lassen, weil er
sonst weiter morden könnte, deshalb ist das
Gefängnis für den Mörder
"die Strafe", für die Bevölkerung "der Schutz". Weil
die Freiheit zu
leben oder nicht - nur von einem selbst bestimmt werden sollte, so
wäre
es falsch zu töten, weil man im Grunde nicht das Recht hat
über das Leben
eines Anderen zu bestimmen (die Wahlfreiheit eines
Anderen behindert).
So
verhält es sich demnach wohl mit einer "Hölle", in
der sich Geister,
Verstorbene befinden, die zerstörerisch sind und somit zum
Schutz des
Universums in Karantäne bzw. im Gefängnis gehalten
werden, so lange sie
Schaden anrichten. Allerdings ist es nicht vorgesehen, dass dieser Teil
der Schöpfung bis in Alle Ewigkeit bleibt, sondern nur solange
er
notwendig ist.
Eine
weitere Charakterstudie
aus
der Quelle:amazon-link→ Vision
von Ken Carey nach einer Begegnung mit "Gott":
"Erkennt
mich in meinem Geist. Ich bin ein sanfter Schöpfer,
demütig und
bescheiden von Herzen. Ich wehe gerne mit den Winden der offenen
Prärie
und singe mit den Spatzen in der Dämmerung....Ich
wünsche keine
Fanvaren....Ich möchte dir lieber als ein einfacher Mann, eine
einfache
Frau oder ein Kind erscheinen, einfach leben, das Leben geniessen und
mir Zeit nehmen für die kleinen Dinge. Suche also auf diese
Weise nach
mir. Sieh mich in jedem, den du triffst, ob er meine Gegenwart erkannt
hat oder noch schläft. Sieh mich in allen. Denn ich bin da,
ewiglich
hinter jedem Augenpaar."
Und noch
eine Charakterstudie, diemal aber von einem, der als Mensch gelebt hat,
nämlich Rumi:
Ich bin (geschrieben um 1200 n. Chr.)
|
Was soll ich tun, o ihr Muslime? Denn ich kenn
mich selber nicht:
Weder Christ noch bin ich Jude, und auch Pars
und Muslim nicht;
|
|
Nicht von Osten, nicht von Westen, nicht vom
Festland, nicht vom Meer,
Nicht stamm ich vom Schoß der Erde und nicht
aus des Himmels Licht.
|
|
Nicht aus Staube, nicht aus Wasser, nicht aus
Feuer , nicht aus Wind,
Nicht vom Throne, nicht von der Gosse und
auch aus Seien und Werden nicht.
|
|
Nicht vom Diesseits, nicht vom Jenseits,
nicht von Eden, nicht von der Hölle
Nicht von Adam, nicht von Eva, auch vom Engel
stamm ich nicht.
|
|
Mein Raum ist raumlos, mein Zeichen die
Zeichenlosigkeit,
ist weder Körper noch die Seele, bin nur ein
Teil von Seinem Leben des Geliebten.
|
|
Die Zweiheit habe ich verworfen, ich sah in
beiden Welten Eines.
Einen such ich, Einen ruf ich, Einen kenn
ich, Einen nenn ich.
|
|
Wenn in meinem Leben nur ein Hauche ohne Dich
vergeht,
Ab diesem Tag und dieser Stunde, für dieses
Leben schäm ich mich.
|
Übersetzung Reza Foroughi geb. 1980
Aussehen von Gott
Gott:
"Wenn du glaubst, dass Gott nur ein einziges, ganz bestimmtes Aussehen
hat oder sich nur auf eine einzige bestimmte Weise hören
lässt, oder
nur auf eine einzige ganz bestimmte Weise existiert, dann wirst du Tag
und Nacht immer nur an mir vorbei sehen. Du wirst dein Leben damit
zubringen, nach Gott zu suchen, und Sie nicht
finden, weil Du nach einem Er suchst." (aus Gespräche mit
Gott I von N.D. Walsh)
Gott:
"Ich bin der eine Geist, in der Verkörperung bin ich
unzählig. Ich bin
die Quelle allen Lebens; und alles was lebt, lebt in mir".
(aus Vision von Ken
Carey)
Update: Jan. 2010:
Auch
Jakob Lorber empfing 1851 Eingebungen von Gott, die sich zu einer
großen Bibliothek entwickelt haben. Gerade bibeltreue
Christen, die
ansonsten sehr intolerant gegenüber anderen Schriften sind,
weil sie
meinen dies wäre eine Irreführung des Teufels oder so
ähnlich, sollten
sich mit dem Werk Lorbers gründlicher beschäftigen. Die Worte sollen
von Jehowa stammen. Nun, wer hören will,
der höre...;-)
Hier
also die empfangenen Worte in einer etwas strengen und für uns
jetzt
altertümlichen Sprache, aber zeitlos gut durch den Kern der
Aussage:
Dieses aber sage ich Dir
jetzt: daß Ich bin der alleinige, ewige Gott in meiner
dreifachen Natur als Vater
meinem
Göttlichen nach, als Sohn
meinem Vollkommenen menschlichen nach und als Geist
allem Leben, Wirken und Erkennen nach.
Ich
bin von Ewigkeit die Liebe und die Weisheit selbst. Nie habe ich von
Jemandem empfangen. Alles was da ist, ist von mir, und wer etwas hat,
der hat es von mir.
Wie
bin ich denn ein Tyrann und Verdammungsurteilsprecher?! - Oh ihr Toren!
Ich liebe Euch; ihr verachtet Mich. Ich bin euer Vater; ihr machet mich
zum Scharfrichter. Wo ich segne, da fluchet ihr; wo ich baue, da
zerstöret ihr; was ich aufrichte, da beuget ihr nieder; wo ich
sähe, da
leitet ihr erstickende Fluten darüber; ihr seit in Allem wider
mich.
Wäre ich wie ihr saget, dass ich sei, - wahrlich sage ich
euch, die
Erde bestände schon lange nicht mehr, ja sie wäre
sogar nie erschaffen
worden! Weil ich aber bin, wie ich bin besteht noch alles, wie es war,
und wie es sein wird ewig; und auch ihr werdet sein, wie ihr sein
wollet, ohne mein Verdammungsurteil, - denn ihr werdet sein, wozu ihr
euch selbst werdet gemacht haben. Die
aber mich nehmen, wie ich bin, und mich lieben, wie ich sie liebe, aus
denen werde ich machen, was sie wollen, damit ihre Freiheit und Freude
vollkommen sei ewiglich.
...Wißt
ihr: Wie dei Arbeit, so der Lohn! Lieb ist nicht ums Geld, sondern nur
wieder um Liebe zu haben. Ich bin die Liebe Selbst und bin dadurch um
keinen anderen Preis als nur wieder um die Liebe zu haben.
...Wehe
den Tyrannen, wehe den Despoten, die herrschen des Thrones wegen und
der Macht und des Ansehens; denn zu ihrer Zeit fehlt nicht mehr denn
eins, und sie werden erfahren die Macht der Schwachen! Der Boden ist
Mein, und das Feld ist Mein; dies sagt der Wahrhaftige, der ewige Gott
der Liebe und Weisheit, und gibt es kund einem Narren für die
Weisen
der Welt.
Amen. Ich, Jehova, Amen.
(aus: Die Haushaltung Gottes,
Band 1 von J. Lorber)

Schlussbetrachtung
Niemals
könnte in diesem Essay die Fülle aller
Eigenschaften Gottes erwähnt
werden. Aber die
Essenz ist wichtig: Liebe, Licht (Weisheit), Freiheit
(Grenzenlosigkeit), und Allmacht.
Ich wollte lediglich versuchen dem Suchenden kurz und
prägnant mehr Klarheit zu verschaffen.
Ausserdem
bleibt die Frage bestehen, ob die Eingebungen wirklich von
Gott sind oder ob nicht Wesenheiten (Geister) sich für Gott halten
und lediglich einer hochmütigen Illusion zum Opfer gefallen sind oder
auch nur Schabernak mit den Menschen auf Erden treiben wollen. Jakob
Lorber's Eingebungen sollen von Jehowa stammen, der von sich behauptet,
er sei Gott. Andere Schriften behaupten Jehowa sei ein Herrscher auf
einer Ebene der himmlischen Welten, aber nicht Gott. Das zu prüfen ist
nicht einfach. Meiner Meinung nach ist Jehowa der Schöpfer des
Universums, (der Sündenfall spielt in den Büchern Lorbers
eine wichtige Rolle), aber nicht Gott oder der letzte Urgrund.
Letztlich bleibt
natürlich allen Atheisten vorbehalten, alle Eingebungen als
Wahrnehmungen einzustufen, die das Gehirn
erschaffen hat.
Natürlich
gibt es keine greifbaren Beweise, aber so wünscht sich das der
Naturwissenschaftler oft, Beweise müssen greifbar und
tatsächlich
sein, ansonsten sind sie ungültig... gerade nichtmaterielle Phänomene
sind nicht zu greifen, da geistiger Natur, also auch nicht messbar.
Sicher man
muss schon weiterbohren, um zu Erkennen, aber hierzu ein andermal mehr.
|
Henry's
Definition von Gott:
Meiner
Meinung ist eine intellektuelle Trennung (Theist, Deist, Pantheist) nur
notwendig, um nicht sein Glaubensgerüst
missbräuchlich zu stützen, um
ein Vorteil daraus zu schlagen.
Dennoch sehe
ich die Möglichkeit, dass eine Intelligenz, die sich, nach
pantheistischer Weise durch den Urknall "geopfert" hat, bewußt
ist und
sich auch auf bestimmte Bereiche fokusieren kann, wie der Mensch, der
den Kratzer vielleicht erst bemerkt, wenn er seine Aufmerksamkeit
darauf richtet.
Ausserdem
sind viele Bereiche des Universums unerforscht , besonders
nichtphysikalische Bereiche (z.B. dunkle Materie), so dass der Bereich,
indem Engel, Geister etc. leben können, durchaus mit dem
Wissensstand
der heutigen Physik vereinbar ist.
Gott
ist alles zugleich und in Allem und die Fähigkeit zur
bewussten
Konzentration, die wir Menschen inne haben, will ich Gott (Alles in der
Unendlichkeit) nicht absprechen, ich nenne es das persönliche
an Gott. Philosophisch
gesagt: Gott ist der intelligente Ursprung, das Unbedingte und
Letztliche, in dem alles existiert.
Und
das innerste im Menschen ist die Essenz Gottes, das vollkommene Atom,
der Seelenfunken der aus dem Urstoff ist.
|
Weitere
Hinweise zur Urknalltheorie und Zahlenkosmologie
finden Sie auf der nächsten Seite.
<<
Seite >>
TOP